HINWEIS: Bei der Verwendung von Microsoft Browsern (Edge, Explorer, Safari) kann es zu Funktionsstörungen kommen. Insbesondere im Shop / Warenkorb!
Wir empfehlen den Gebrauch von Chrome, Firefox, Brave, o.ä. - vielen Dank!


CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
Veröffentlichungsdatum
pixies doolittle 25


Pixies
„Doolittle 25“ [Re-Release]
(4AD/Beggarsgroup/Indigo)
Rückblickend muss man sagen: Das letztjährige Pixies-Comeback „Indie Cindy“, das zu zwei Dritteln aus bereits vorher auf EPs veröffentlichten Songs bestand, vermochte nicht wirklich zu überzeugen. Doch auch wenn Kim Deal nicht mehr mit von der Partie ist und die Bostoner längst zur Premium-Marke einer Musikindustrie geworden sind, die sie in ihren Anfängen stets zu sabotieren versucht hatten, gab es mit Songs wie „Blue Eyed Hexe“ immerhin ein paar formidable Kreisch-Rumpler. Trotzdem: Ein schaler Beigeschmack blieb. Da kommt das 25. Jubiläum des erfolgreichsten Pixies-Albums genau richtig: „Doolittle“ etablierte das einstige Quartett mit lautem Getöse und Black Francis’ übergeschnappter Stimme endgültig als wegweisende Band für das, was man heute als Indie-Rock kennt – gelegentliche Verbeugungen vor The Velvet Underground wie auf im wunderbaren „Here Comes Your Man“ inklusive. „Debaser“, „Wave Of Mutilation“ und „Monkey Gone To Heaven“ heißen die Klassiker dieser Platte, die genaugenommen ausschließlich aus solchen besteht und zum Jubelfest nun in schönem Digipack mit zwei zusätzlichen CDs wiederveröffentlicht wird. Insgesamt 35 Peel-Session-Stücke und Demoaufnahmen warten auf den Hörer, der staunend zur Kenntnis nehmen wird, was alles in den alten Heulern steckt – besonders „Manta Ray“ zeigt sich in vielen Versionen mit variierten Titeln wandlungsfähig. Und wer nun fragt: „Wo bleibt ‚Where Is My Mind?’“, beweist nur, dass er vom umfangreichen Backkatalog dieser Legende keine Ahnung hat. Also: Pssst! Und: Zuhören.
Thomas Pilgrim

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.

Sunday the 27th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©