CD-Rezension / Review / Kritik

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reysswolf alpha

Reysswolf
„Alpha“
(Timezone/Timezone Distribution)
In jedem Ende findet sich ein neuer Anfang. Für Stephan Zandt alias Fenris, den ehemaligen Sänger der Regensburger Mittelalter-Metaller von Ingrimm, liegt die Zukunft seit 2013 in seiner neuen musikalischen Heimat Reysswolf. Mit „Alpha“ erscheint dieser Tage das Debüt dieser Formation. Harte Gitarrenriffs treffen auch hier auf rauen Gesang und Dudelsack oder Schalmeien. Alles beim Alten, könnte man also meinen, und so ist es dann auch weitgehend. Hier eine Spur Hard Rock oder Metal, dort ein paar eingängige Refrains, dazu ein Hintergrund aus historischen Instrumenten. Dass diese Mischung nicht neu ist, liegt auf der Hand. Zu den Pluspunkten von „Alpha“ gehören das hohe Tempo, die Eingängigkeit und das Gitarrenspiel in den ruhigen Momenten. Durchschnittlich fallen hingegen die Sounds der Mittelalterinstrumente und der markante, aber eben auch polarisierende Gesang von Fenris aus. Die immer gleichen Muster gehören zu den Schwachstellen der solide produzierten CD. Es wird sich zeigen, ob Reysswolf in der Lage sind, sich ihren Platz zu erkämpfen im überaus dicht besetzten Genre.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.


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