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CD-Rezension / Review / Kritik

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Veröffentlichungsdatum
Meat Beat Manifesto Impossible Star CD Cover

Meat Beat Manifesto „Impossible Star“

(Flexidisc/Broken Silence)
Auch im dreißigsten Jahr seiner Tätigkeit als notorischer Innovator von quer (aber nicht verkehrt) gedachter Electronica weiß Jack Dangers zu überzeugen. Mag auch „Impossible Star“ nicht ganz an die Drift von Großtaten wie „Prime Audio Soup“ (das dereinst als Bestandteil des Soundtracks von „The Matrix“ Verwendung fand) heranreichen: In der Schnittmenge aus Industrial, Dubstep, HipHop und noch so manchem mehr brilliert der nach San Francisco ausgewanderte Brite letztlich dann doch wieder wie einst im Mai. Doch wonach klingt „Impossible Star“? Vielleicht nach einer Jamsession von Kraftwerk, Cabaret Voltaire und Laibach zu Zeiten von „Kapital“. Das mutet auf dem Papier zwar gehörig gewollt an, entfaltet beim gepflegten Vernehmen jedoch eine durchaus als angenehm zu bezeichnende Wirkung, zumal der Fleischschläger auf jegliche Schockeffekte verzichtet, die ihn vor Jahrzehnten - auch als Betreiber von Consolidated - noch auszeichneten. Wer will, kann ihm seine aktuelle Friedfertigkeit zum Vorwurf machen. Als belangloses Ohrenfutter für die Techno-Warmup-Party muss „Impossible Star“ indes nicht abqualifiziert werden. Wiewohl das fünfzehnminütige „Lurker“ den Verlauf der nächsten Tanznacht irgendwie schon vorwegnimmt. Da gilt es, die Paracetamol-Vorräte zu checken.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2018.
Monday the 25th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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