CD-Rezension / Review / Kritik

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Lionhearts Companion CD Cover

Lionhearts  „Companion“

(Dependent/Alive)
Da war es Frank Spinath mit seinem Soloprojekt vielleicht doch ein wenig zu solo – denn nur knapp ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des selbstbetitelten Lionhearts-Debüts erscheint mit „Companion“ ein Remixpendant desselben. Ungewöhnlich, sicherlich, dies schon nach dem Erstlingswerk anzugehen, aber keineswegs überflüssig. Mit Fingerspitzengefühl hat Spinath die Remixer auserlesen, allesamt Künstler, bei denen man sicher sein kann, dass das Ergebnis mehr als gut wird – und von denen die meisten immer mal wieder im Spinath-Kosmos in Erscheinung treten, Fixsterne quasi. So hat sich Hecq a.k.a. Ben Lukas Boysen beispielsweise an das großartige „The Ardent City“ gewagt und aus diesem eigentlich sehr stillen, in sich ruhenden Stück eine treibende aber dennoch schüchtern-elegante Danceversion gezaubert, auch Soundwizzard Daniel Myer hat daraus unter dem Banner seines Projekts Architect eine Hochglanz-Electro-Perle gemacht. Die Labelkollegen von Iris kleideten „To What I Don’t Know“ in ihr urtypisch-sphärisches Soundgewand und auch die weiteren Reworks sind tatsächlich outstanding. Insgesamt sind auf „Companion“ neben dem funkelnden neuen Song „Stars“ acht Mixe zu finden, jeweils bis zur Perfektion getrieben und auf den Punkt – allerdings, einziger Kritikpunkt, wäre es auch mal ganz spannend gewesen, nicht nur Künstler aus der gleichen musikalischen Stoßrichtung mit an Bord zu haben.
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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Wednesday the 19th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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