CD-Rezension / Review / Kritik

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Leaves Eyes Sign Of The Dragonhead CD Cover

Leaves’ Eyes „Sign Of The Dragonhead“

(AFM/Soulfood)
Der erste Longplayer ohne die langjährige Sängerin Liv Kristine. Man konnte sich anhand der 2016 erschienenen EP „Fires In The North“ einen ersten Eindruck von Elina Siirala, der neuen Frontfrau an Bord des Wikingerschiffes verschaffen. Jüngst hatte sie die Möglichkeit, ihr gesangliches Können auf einem kompletten Silberling unter Beweis zu stellen. Und sie macht einen phänomenalen Job! Mit ihrer klassisch ausgebildeten Stimme verleiht sie den eingängigen Stücken noch mehr Opulenz, ihr glasklarer Sopran überzeugt kraftvoll als auch sanft und steht im aufregenden Kontrast zu Alexander Krulls tiefen Growls. Stilistisch ist sich die Symphonic Metal-Combo treu geblieben, „Sign Of The Dragonhead“ schließt thematisch und musikalisch am starken Vorgänger „King Of Kings“ an, brilliert jedoch mit noch mehr Dynamik und Facettenreichtum. Die abwechslungsreiche Instrumentierung und die kompositorische Vielfalt sind immens; fast muten die Lieder wie die einzelnen Kapitel einer fantastischen Legende an, die unterschiedlichste Emotionen - von unbändiger Abenteuerlust, kompromisslosem Kampfeswillen, geheimnisvoller Mystik, verzehrender Sehnsucht, flüsterndem Fernweh und tragischer Liebe - vereinen und dennoch ein in sich stimmiges Gesamtbild ergeben. Das Soundkonstrukt enthält keltisch-traditionelle Folk-Passagen, peitschende Metal-Riffs, düster-melancholische und märchenhafte Momente als auch ein beachtliches Maß an Melodik, Bombast und Symphonik. Jeder Song ist ein Hit mit einem ganz eigenen Charakter; sei es nun „Völva“, „Jomsburg“, „Waves Of Euphoria“, „Across The Sea“ oder der Titeltrack „Sign Of The Dragonhead“. Mit ihrem achten Mammutalbum ist der Truppe um die Kreativköpfe Alexander Krull und Thorsten Bauer ein episches Meisterwerk gelungen!
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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