CD-Rezension / Review / Kritik

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Linkin Park One More Light CD Cover

Linkin Park „One More Light“

(Warner)
Als eine der größten Rock-Bands unserer Zeit haben Linkin Park das Problem, dass sie es trotz schwindelerregender Verkaufszahlen niemals allen recht machen können. „One More Light“ wird daran nichts ändern. Im Gegenteil. Es wird polarisieren, mehr noch als einst „Minutes To Midnight“. Dennoch wäre der vorschnelle Versuch, die Kalifornier in die saftlose, generische Pop-Schublade zu verfrachten, übereilt und falsch. Trotz verschwundener Härte, trotz allenfalls gezähmter Gitarren, trotz Chester Benningtons weichem Gesang ist auch „One More Light“ im Kern ein Linkin-Park-Album: Bittersüß, mit Hang zum Bombast und geprägt von existentiellen Themen. Wir müssen uns von Linkin Park als adoleszente, zerrissene Problemband verabschieden. Ist man bereit dazu und bringt man noch dazu ein wenig Offenheit gegenüber poppigen Strukturen mit, wird man an den Stücken durchaus seine Freude haben.
Björn Springorum

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2017
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Wednesday the 26th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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