CD-Rezension / Review / Kritik

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lights of euphoria traumatized

Lights Of Euphoria
„Traumatized“
(Infacted/Soulfood)
Nach einem runden Dutzend Jahre ohne Full Length-Fabrikat ist vor diesem - man muss es wohl so bezeichnen - Comeback-Album ausdrücklich zu warnen! Mögen sich die zehn neuen Tracks beim ersten Durchlauf auch vielleicht noch etwas zieren: Spätestens bei der Zweitauflage haben sie den Hörer am Kanthaken. Und dort bleibt er dann auch hängen. Unweigerlich. Und mit dem ozeanischen Gefühl gespeist, das sich immer dann einstellt, wenn eine anstandslos gelungene Scheibe der Auslöser ist. Jimmy Machon, Torben Schmidt und Neuzugang Thomas Gaarn haben mit „Traumatized“ nicht nur einen - im positiven Sinne - trefflichen Titel ersonnen. Sondern auch die Inhalte geliefert, die dazu in der Lage sind, den Rezipienten bis in seine schönsten Träume zu verfolgen. Dort gibt es dann beispielsweise Kraftwerk auf Emo-Trip („Erase & Rewind“), mit höllischen Mächten gesegnete Tanzboden-Füller („Blood On The Floor“) oder auch einen veritablen Vorgeschmack auf das nächste DM-Album („Hallo Hallo“) zu erleben. Bleiben noch sieben weitere, auf Songformat komprimierte Traumwelten zu entdecken, aus denen ein Erwachen äußerst schwerfällt. Wer auf abwechslungsreich und punktgenau servierten Electro steht, wird sich mit „Traumatized“ bestens versorgt wähnen. Und liebend gerne verweilen. So auch bei den drei Bonustracks, wo sich insbesondere der erstmals von Jimmy Machon im Studio eingesungene Gassenhauer „True Life Resurrection“ als wahres Idyll für Fans erweist.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2016.

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