CD-Rezension / Review / Kritik

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kaertsy away

Kärtsy
„aWay“
(G-Records/Rough Trade)
Kärtsy Hatakka hat mit seiner schrägen Band Waltari schon einige interessante musikalische Experimente abgeliefert. Der Finne steht einfach für den Mix allmöglicher Stile. Doch mit dem großen Musikfleischwolf ist vorerst Schluss. Für sein zweites Soloalbum besinnt er sich auf poppige und catchy Rock-Songs mit Post-Rock-Anleihen. Dazu fügt man die unvergleichliche Stimme und fertig ist das Kärtsy-Werk. Hatakka selbst findet, dass er in seiner Solokarriere auf Augenhöhe mit den Menschen ist, die er ansprechen möchte. Und genau das hört man auf der Platte, die durch die herrliche Melodik einen direkten Zugang zum Hörer findet. Fast durchweg wackelt irgendein Körperteil zu den Tracks aus „aWay“, denn die CD macht wirklich Laune. Auch weil das Gitarrenspiel richtig durch die Decke geht mit auf den Punkt passenden Riffs. Das rockt einfach und als Paradebeispiel dafür dient der Track „Fountain“. Weitere Highlights sind „Please Don’t See Me”, „Fade Away“ und „Temptation“. Man muss natürlich Kärtsys extravagante Stimme mögen, um mit dieser Platte richtig warm zu werden. Wer das tut, bekommt eine sehr moderne Rock-Platte mit einem reichhaltigen Klangkostüm geboten, das kommerziell schon recht gut funktionieren dürfte.
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.


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