CD-Rezension / Review / Kritik

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The Hacker Le Théâtre Des Opérations CD Cover

The Hacker „Le Théâtre Des Opérations“

(Dark Entries)
The Hacker ohne Miss Kittin und umgekehrt – Anfang dieses Jahrhunderts noch eine gewöhnungsbedürftige Vorstellung, da sich die Bekanntheit von Caroline Hervé und Michel Amato zu dieser Zeit vornehmlich auf gemeinsam produzierte Tracks wie „1982“ oder „Frank Sinatra“ gründete. Inzwischen haben sich beide musikalisch voneinander emanzipiert – Amatos letzter Longplayer „Rêves Mécaniques“ datiert allerdings von 2004, sodass er gegenüber der ungleich aktiveren Kollegin allmählich nachlegen musste. Mit „Le Théâtre Des Opérations“ geschieht das auf ähnlich knochentrockene Art und Weise wie auf dem Vorgänger, wobei sich der Franzose gar nicht erst die Mühe macht, seine Vorbilder in wavigem Früh-Electro und elektronischem Post-Punk zu verleugnen. Vor allem Kraftwerk fiepen und kabeln dem Hörer überdeutlich aus den acht Stücken entgegen: die atmosphärische Fläche aus „Radioaktivität“ hier, die „Heimcomputer“-Synthieschlaufe dort, roboterhafte Kühle überall. Ein Fest für alle Freude minimalistischer EBM und spröder Techno-Bretter, was auch Titel wie „Dancing Mekanik“ oder „Body Diktat“ unmissverständlich klarstellen. Für Gesang bleibt in dieser eisig brennenden Maschinenwelt kaum Platz – und steht Miss Kittin für den einzigen Vocal-Track „Time X“ doch einmal auf der Matte, gleicht ihr Vortrag eher einem weiblichen Androiden, der ungerührt vom Display seiner Digitaluhr abliest. Und nicht anders gehört sich das bei dieser famosen Kaltschale von einem Album.
Thomas Pilgrim

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2017.
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Saturday the 25th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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