CD-Rezension / Review / Kritik

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Holygram Holygram EP CD Cover

Holygram „Holygram“ (EP)

(Reptile Music/Altone)
Der bassgetriebene Rhythmus, die verhallten Gitarren, die weit ausufernden Keyboards: Holygram erschaffen auf den fünf Tracks ihrer Debüt-EP eine traumvernebelte Atmosphäre, die gleich am Anfang mit „Hideaway“ in tiefer Wehmut zu versinken droht, jedoch schon beim zweiten Track „Daria“ durch ein wunderschönes Keyboardmotiv und eine umwerfende Gesangsmelodie an Fahrt gewinnt – ein potenzieller Dancefloor-Hit. Überhaupt gelingt der Kölner Band eine extrem gelungene Mischung aus New-waviger Melancholie und psychedelischen Kraut-Elementen, es wechseln sich die eher ätherischen Songs mit den leicht wiedererkennbaren wie „Still There“ oder dem manisch-peitschenden „Distant Light“ ab. Und wenn man mit den fünf Songs durch ist, warten noch einmal vier durchweg gelungene Remixe von D’Evoé, Blind Delon, Bob Humid und Box And The Twins auf die Hörer. Mehr kann man sich kaum wünschen.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
Sunday the 8th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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