CD-Rezension / Review / Kritik

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marika hackman we slept at last


Marika Hackman
„We Slept At Last“
(Dirty Hit/Caroline/Universal)
CD-Player an, Alltag aus. Wenn es doch immer so einfach wäre wie beim Debütalbum der englischen Sängerin Marika Hackman. Mit „We Slept At Last“ beweist die junge Songwriterin, die als Model für Burberry einige Bekanntheit erreichen konnte, dass für traumhafte Folk-Perlen nicht viel von Nöten ist. Eingebettet in ihr sanftes Gitarrenspiel ist es die liebliche Stimme, die jede Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ohne einen Hauch Anstrengung folgt eine zauberhafte Melodie der anderen. Verführerisch auf der einen, unschuldig auf der anderen Seite, nie jedoch farblos oder trist. Mit jedem Stück entwickelt dieses Album sein facettenreiches Gesamtbild ein klein wenig mehr. Melancholie und Nachdenklichkeit stehen hier nicht im Widerspruch zu ungeahnter Leichtigkeit und Sorglosigkeit. Die Urheberin selbst sieht ihre Kompositionen als Erweiterung der britischen Nu-Folk-Szene und will deren stilistische Grenzen durchdringen und so Raum für ihre Ideen schaffen. Geholfen hat Hackman auf diesem Wege der preisgekrönte Produzent Charlie Andrew, dessen Wirken den Songs den letzten Schliff gab. „We Slept At Last“ setzt damit die Messlatte für ähnliche Werke für 2015 hoch an. Mal sehen, wer sie zu überspringen weiß.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.

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