CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken

iskalda nedom og org

Iskald
„Nedom Og Nord“
(Indie/Soulfood)
Warnhinweis: Der nicht nur schwache Herzen unweigerlich frostende Reiz, den dieses vierte Album der Norweger offenbart, wächst mit jedem Song an. Monumental fatal ist die Wirkung. Progressiv und verspielt wie eh und je am Werk, bieten Iskald ihren aufwühlend intensiven Melodic Thrash Black Metal auf „Nedom Og Nord“ in bestechend souveräner Manier dar. Seit der 2005er Erhebung als Band hält das Duo aus der malerischen nordischen Region des Landes an seiner ebenso verzweifelt ermutigten wie durchdringend epischen Interpretation von verheerender Dramatik fest. Gitarrist, Tieftoner und Sänger Simon Larsen sowie Drummer Aage Krekling verstehen ihr Handwerk einfach als ein Muss für die eigene Seele, wie man deutlich hören und fühlen kann. Für Liveshows lässt man im Hause Iskald mit zwei additionalen Saitengreifern aushelfen. Mit ausladend visionären und fast schon elegischen Passagen versieht der sekündlich entschlossen aufspielende Zweier seine sechs ziemlich langen Kompositionen, was einiges an atmosphärischer Würze ins Gesamte einbringt. Auch mit entrückenden Klargesängen wird roher und schroffer Schönheit nicht minder inbrünstig gehuldigt. Verschlingend.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Sunday the 25th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©