CD-Rezension / Review / Kritik

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E.S.R. Machines Of Destruction CD Cover

E.S.R. „Machines Of Destruction”

(Advoxya Records)
Seit nunmehr zwei Dekaden müht sich Vincent Pujol redlich, seine Elektro Synthetische Rebellion erfolgreich abzuschließen. Doch trotz der Zurücklegung großer Wegstrecken tritt der Franzose irgendwie auf der Stelle. „Machines Of Destruction“ ist sein siebtes Album beim dritten Label, der Bekanntheitsgrad von E.S.R. ist dennoch mehr als überschaubar, Konzerte oder Festivalauftritte kaum vernehmbar. Dabei bietet Pujol durchaus verträgliche Electro-Kost. Der titelgebende Opener ist ein energiegeladener, von vorwärtstreibender Bassdrums dominierter Clubtrack, ehe der Franzose mit den folgenden „New Poison“ und „Possession“ recht deutlich zeigt, dass er den kompletten FLA-Backkatalog zu Hause im Regal stehen hat. Indes – es gibt schlechtere Vorbilder. Und doch zeigt sich mit zunehmender Spieldauer von „Machines Of Destruction” das bekannte Manko des Ein-Mann-Projekts: Es fehlt an Eigenständigkeit – zumindest auf Albumlänge. Denn könnte Pujol das durchhalten, womit er beginnt, wären E.S.R. längst deutlich bekannter.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.

Sunday the 20th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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