CD-Rezension / Review / Kritik

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the duke spirit kin

The Duke Spirit
„Kin“
(Ex Voto Records/Essential Music)
Fünf Jahre sind vergangen, seit das Londoner Projekt The Duke Spirit mit seinem letzten Longplayer „Bruiser“ 2011 die Aufmerksamkeit auf sich zog. Aufgenommen unter der Regie von Simon Raymonde (u.a. Cocteau Twins) vermag „Kin“ von der ersten Sekunde an zu fesseln. Sphärisch mit dem Shoegaze-Smasher „Blue And Yellow Light“ öffnet sich die Welt der Briten. Dominierendes Element der Songs ist die charismatische Stimme von Liela Moss, um die sich Gitarre, Bass, Schlagzeug und Orgel scharen. Von kratzigen Riffs („Sonar“) bis hin zu gefühlvollen Klavierballaden reicht die Palette. Als musikalische Weggefährten kann man sich gut die Schotten von Midas Falls vorstellen, denn wie sie tragen The Duke Spirit intensive Sehnsucht und Melancholie in sich. Verträumt bis zur letzten Sekunde wabern die großformatigen Klanglandschaften des Albums aus den Boxen und hinterlassen den klaren Wunsch einer unmittelbaren Wiederholung des Gehörten. So sollten Indie-Sounds klingen: Individuell, aber ohne Notwendigkeit, für den nächsten großen Hype sorgen zu wollen.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.

Monday the 16th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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