CD-Rezension / Review / Kritik

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fiddlers green 25 blarney roses

Fiddler’s Green
„25 Blarney Roses“
(Deaf Shepherd/Indigo)
Mit dem neuen Song „Take Me Back“ zeigen Fiddler’s Green gleich zur Eröffnung ihres Jubiläumsalbums unmissverständlich, wo es lang geht: Zurück in die Vergangenheit und vom Energielevel her in die Vollen. Die Erlanger klingen nicht nach Kerrygold-Werbung, auch dann nicht, wenn sie irische Traditionals wie „Rocky Road To Dublin“ interpretieren (hier eigens für die Compilation erstmals eingespielt). Sie bleiben kernig. Ihr Speedfolk ist von Guinness- und Schweißgeruch umweht, nicht vom seifigen Duft nach irischem Frühling. „Yindy“ grüßt dezent gen Moskau, „Folk’s Not Dead“ ist im Grunde Punkrock mit Akustikinstrumentenbeilage. „We Don’t Care“ addiert eingangs noch ein paar Off-Beats. Balladen aus Franken („Another Spring Song“), Tanzbares aus Neufundland („The Night Pat Murphy Died“) und bierselige Schunkelmusik („Burning The Night“): Hier wird keine Facette ausgespart. Der Überblick über den jüngsten Abschnitt der 25-jährigen Bandgeschichte gestaltet sich entsprechend unterhaltsam. Auch langjährige Fans dürften an diesem mit frischen Aufnahmen garnierten musikalischen Rosenstrauß ihre Freude haben.
Christoph Kutzer

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.


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