CD-Rezension / Review / Kritik

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faderhead atoms and emptiness

Faderhead
„Atoms & Emptiness“
(L-Tracks Records/Broken Silence)
Mit ordentlich Druck geht es gleich mit „Stand Up“ los, doch auf eindimensionale Elektro-Tech-Erfolgsrezepte scheint Faderhead-Kopf Sami Mark Yahya nichts zu geben, denn erfreulicherweise wird auf „Atoms & Emptiness“ nicht einfach der eigene Cluberfolgssound kopiert. Zwar sind auch die folgenden Tracks „Every Hour Kills“ und „Champagne & Real Pain“ eher clublastig, doch spätestens ab der Mitte des Albums wird klar, dass dies nicht die einzige Gangart ist, die Multitalent Sami auf seinem neuen Werk musikalisch umgesetzt hat. Vor allem das letzte Drittel der Songs schlägt zwischendurch gekonnt ruhigere Töne an und zugegebenermaßen muss man sich da nach Killertracks wie „When The Freaks Come Out“, „Someone Else’s Dream“, „You Can’t Resist“ auch erst ein wenig reinhören. Meine Highlights sind der Titeltrack „Atoms & Emptiness“, der ein wenig an „Inside Of Me“ vom 2012er „The World Of Faderhead“ erinnert, und das unglaublich fragile „My Heart Is Safe“ – da jagt mir Samis Stimme einfach mal wieder eine Gänsehaut über den Rücken.
Medusa

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Friday the 22nd.
2017 Sonic Seducer Magazin

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