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CD-Rezension / Review / Kritik

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ektomorf retribution

Ektomorf
„Retribution“
(AFM/Soulfood)
Immer noch unsagbar wütend zeigen sich die ungarischen Metalcore-Idealisten, die auf ihrem neuen Langdreher mal wieder das Letzte geben. Puste haben sie ja mächtig, das muss man ihnen lassen! Mit beinahe schon obligatorischen Neo Thrash- und Groove Metal-Bolzen vernietet der stürmische Krachtrupp um Schreihals Zoltán ‚Zoli‘ Farkas seine grobschlächtigen Vorstöße. Das Songmaterial kann diesmal allerdings bei mir nicht die gewünschte Spannung erzeugen. Soulfly lassen auch viel zu oft grüßen. Zwar bemühen sich Ektomorf mit gemächlicheren Momenten um Abwechslung, doch darin wiederum gebricht es für meinen Geschmack an intuitiver Treffsicherheit. Vieles gleicht sich, egal ob nun Rhythmusmuster oder Strukturen. Monotonie ist nicht von der Hand zu weisen. Einzig hervor aus dem Trüben sticht die Coverversion „I Hate You“, im Original von Verbal Abuse und bereits von Slayer nachgespielt. Doch von der Klasse eines solchen Adrenalin-Boosters sind Ektomorf ansonsten weit entfernt. Da apokalyptische Brachialität, regelrecht übermenschlich transformierte Energien und ein wahrhaft gigantischer Druck mittlerweile sowieso zum langjährigen Repertoire der Formation zählen, ringt mir „Retribution“ kein weiteres Interesse ab. Weiterhin stellen Ektomorf ihre Fans also beinahe jährlich abwechselnd in Licht und Schatten. Eine arg ermüdende Angelegenheit.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

Monday the 13th.
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