CD-Rezension / Review / Kritik

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chevella la gargola

Chevelle

„La Gárgola“
(Epic Records/Sony)
Das verflixte siebte Album ist es, das Chevelle mit „La Gárgola“ vorstellen, und sie möchten ganz offensichtlich einiges anders machen als auf den Vorgängern. „Der Wasserspeier“ heißt der Titel übersetzt und vermittelt etwas Mysteriöses, etwas Erhabenes, etwas Düsteres. Und tatsächlich sind die Texte des Albums von Horror-Filmen, Zombie-Serien und dergleichen mehr inspiriert. Der Titel passt also gut in den Kontext und ein Song heißt sogar „The Gargoyle“, um den thematischen Kreis zu schließen. Die Musik klingt etwas mehr nach Industrial als früher. Wie Mantras kehren in den Songs die Riffs oder Licks wieder und bilden so ein etwas tranceartiges Element. Den großen Bruch auf dem Album bildet „One Ocean“, eine Ode an den Pazifik: der Song ist flimmerndes Kaleidoskop von übereinander gelagerten Gitarrenspuren und dem offenbar bewusst hypnotisch gestalteten Gesang von Pete Loeffler. Erinnerungen an alte Tool-Songs werden kurz wach, aber insgesamt sind Chevelle weniger progressiv und minimalistischer, was die musikalischen Themen innerhalb ein und desselben Songs angeht. Leider fällt das Album nach „One Ocean“ etwas ab, aber bis dahin ist es klasse.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

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