CD-Rezension / Review / Kritik

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blood runs deep into the void

Blood Runs Deep
„Into The Void”
(Bret Hard Records/SAOL)
Im Gegensatz zu ihrem ersten Werk „These Thoughts About Suicide“ zeichnet sich „Into The Void“ durch einen schleppenderen Doom-Sound aus, der sich in jedem Song langsam aufbaut. Kein Wunder, dass die neue Scheibe es auf fast 70 Minuten Spielzeit bringt. Dabei ist der Titelsong mit knapp zehn Minuten der eindeutige Spitzenreiter. Dennoch klingt das Album nicht eintönig. Die zahlreichen Klangfacetten der einzelnen Titel sorgen für willkommene Abwechslung, während „Low“ und „Lullaby“ mit ihren harten Gitarrenriffs zwischenzeitlich an die Anfänge von Hamferd erinnern. Ganz anders sieht es bei „Nothing Ever Cured“ und „The Inner Gods“ aus, die von intensiven Synthesizern dominiert werden. Aufgelockert wird die Stimmung kurzzeitig durch ein seichtes Piano in „Fading Away“, wobei auch hier Stefan Vidas Vocals dem Ganzen eine dunkle Atmosphäre verleihen und dafür sorgen, dass auch diese Songs sehr depressiv und sludgig wirken. Alles in allem eine eingängige Doom Metal-Scheibe, die jedoch für den ein oder anderen etwas zu langatmig sein könnte.
Michelle Nehlsen

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

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