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CD-Rezension / Review / Kritik

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aesthetische hybridcore

Aesthetische
„HybridCore“
(Alfa Matrix/Soulfood)
Ganz schön ungelenker Bandname, aber das ist schon okay. Denn schließlich handelt es sich hier um einen Act aus Brasilien. Jenes Land, das bereits in den frühen 90er-Jahren über eine vitale EBM-Szene verfügte. Deren prominenteste Vertreter damals waren wohl Aghast View, von denen nun Fab Viscardi und Gui Pires unter eben jenem merkwürdigen Namen einen etwas gefälligeren, weniger rauen EBM-Sound produzieren. Nach dem opulenten Startschuss „Powerswitch“, das 2012 acht Jahre nach den letzten Releases von Aghast View und dem Ableger Biopsy eine Art Comeback darstellte, dauert es nun glücklicherweise keine weiteren acht Jahre. Und tatsächlich ist es keine hohle Phrase, wenn die Plattenfirma vom breiten stilistischen Spektrum der Band spricht – auch wenn die Songs allesamt voll-synthetisch und sehr modern ausfallen. So ist das Highlight „Byprodukt“ geprägt von dunklen Vocals und vielschichtiger Elektronik, „The Light Within“ hingegen mit weiblichen Gastvocals klingt etwas beliebiger; das könnte auch von Delerium aus ihrer poppigsten Phase stammen.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

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