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CD-Rezension / Review / Kritik

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Arovane Porya Hatami Organism evolution CD Cover

Arovane + Porya Hatami „Organism_evolution“

(Karlrecords/Galileo)
Arovane, Berliner Aktivposten seit rund zwei Dekaden, trifft hier erneut auf den Klangkünstler Porya Hatami, der sich durch diverse Alben, u.a. auf Hibernate, zu einer der Schlüsselfiguren der boomenden iranischen Elektronikszene gemausert hat. „Organism_evolution“ führt Ideen, die die beiden auf dem Download-only Album „Organism“ verwirklichten, fort, greift dabei jedoch verstärkt zu Techniken der Elektroakustik und musique concrète. Die Klänge werden unschärfer und vager. Besonders gut nachvollziehbar ist dies im direkten Vergleich beider Alben mittels der physikalischen Version von „Organism_evolution“, welche dankenswerterweise auch den Vorgänger „Organism“ enthält. Arovane und Porya Hatami reisen ins Innere der Klänge, nehmen Geräusche unters Mikroskop, synthetisieren und resynthetisieren und finden sich am Ende dort wieder, wo Geräusch und Musik nicht mehr voneinander zu trennen sind.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2018.
Monday the 25th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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