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CD-Rezension / Review / Kritik

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William Patrick Corga Ogilala CD Cover

William Patrick Corgan „Ogilala”

(BMG Rights/Warner)

Als Billy Corgan wird sein Name zwar immer mit den Smashing Pumpkins verbunden bleiben, doch dass William Patrick Corgan auch als Solokünstler als einer der ganz großen Sänger- und Songwriter gelten darf, beweist auf ganz stille und puristische Weise sein jüngstes Werk „Ogilala“. Das am 13. Oktober erschienene Album kommt ohne großen Rock-Bombast und Glamour daher, überzeugt vorrangig durch starke Melodieläufe und natürlich Corgans unverwechselbare Stimme, die herrlich im Fokus steht. Schon beim sanften Opener „Zowie“ beschleicht den Hörer das Gefühl, etwas ganz Ungekünsteltes erleben zu dürfen. Corgan und Piano- oder Gitarrenklänge – mehr braucht es im Grunde nicht. Und doch hat Rick Rubin in den Shangri La Studios in Malibu ganze Arbeit geleistet, indem er laut Corgan die Sanftheit der „Ogilala“-Songs durch behutsame Akzente wie Streicherarrangements verstärkt hat. Auch „Processional“ wirkt ganz so, als sei Corgan bei sich wie noch nie zuvor – ohne Hast entfaltet sich der Song und besticht durch einen Refrain, den man sofort mitsingen möchte. „The Spaniards“ wird von Synthieflächen getragen und vermittelt eine sehnsuchtsvolle Stimmung. Mit „Aeronaut“ folgt dann einer der stärksten Songs, der Corgan als weltentrückten und sensiblen Künstler spürbar macht. Auch bei „The Long Goodbye“ und „Half-Life Of An Autodidact“ klebt man Corgan förmlich an den Lippen. Während es mit „Amarinthe“ und „Mandaryne“ recht verträumt zur Sache geht, wirkt „Antitam“ selbstbewusst und fast schon kraftvoll. Mit „Shiloh“ und „Archer“ gelingt es Corgan zum Ende des Albums, ganz deutlich zu zeigen, dass der gestandene Rockstar stets für eine Überraschung gut ist – und dass diese auch mal ganz still und zärtlich klingen kann.
Medusa

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2017.
Saturday the 30th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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