CD-Rezension / Review / Kritik

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Atropine Assailant CD Cover

Atropine „Assailant“

(EK Product)
Okay, wenn schon in Song Nummer eins geisteskrank-gestörte Vocals zu hören sind, die „Vivisect“ kreischen, und zwar zu fiesestem Oldschool-Electro, ist eines mal glasklar: Skinny Puppy dürfte eine der Inspirationsquellen für dieses Gespann aus Norwegen gewesen sein. Doch das Duo, welches seit 1994 besteht, jedoch erst dieser Tage sein offizielles Debüt ins Rennen schickt, liefert mit „Assailant“ weit mehr ab als einen schnöden Abklatsch der Ikonen: die pechschwarze Finsternis, die der Hörer eigentlich eher von Black Metal-Veröffentlichungen aus dem Heimatland der Musiker kennt, schlängelt sich wie ein schwarzes, alles zusammenhaltendes Band durch „Assailant“ und verstärkt die akustischen Ausfälle der Anstaltsinsassen Cthulberg und ALX; dazu gibt es eine ultrafette Produktion und die Garantie, dass keiner der 15 Songs mit dem Label ‚leicht verdaulich‘ betitelt werden könnte. Dass die Herrschaften mit ihrem zum Großteil aus analogen Maschinen bestehendem Equipment umgehen können, ist ebenfalls eindrucksvoll hörbar. So bleibt nur noch eins zu sagen: Mit dieser Platte wird der einschlägigen Szene schon so früh im Jahr eins ihrer Highlights beschert! Hell! Yeah!
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2017.
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