CD-Rezension / Review / Kritik

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AFI AFI The Blood Album CD Cover

AFI „AFI (The Blood Album)“

(Caroline/Universal Music)
Das zehnte Studioalbum der amerikanischen Rockband AFI zeigt Sänger Davey Havok und seine Kollegen auf dem bislang höchsten musikalischen Reifegrad ihrer Karriere. Über ihre Zeit als Alternative Rock- und Emo-Band hat sich eine Entwicklung zu einem weniger aufgeregten, weniger aggressiven Stil vollzogen. Dabei sind die Texte nach wie vor voll Schmerz, Zorn und anderen Ausflügen in die dunklen Regionen der Seele – aber die Musik ist subtiler als früher, geht leichter unter die Haut und gönnt sich den ein oder anderen Moment mehr in der Entfaltung der Dynamik. Man würde es erwachsener nennen, wenn es sich um das zweite oder dritte Album einer Newcomerband handeln würde – bei erfahrenen Musikern Anfang 40 klingt das nur blöd. Letztendlich ist es einfach nur gut und abwechslungsreich: Uptempo-Rock mit guten Pop-Elementen bei „Still A Stranger“, Punk in „Hidden Knives“ oder „So Beneath You“, Elbow-beeinflusstem Epic-Pop in „Above The Bridge“. „Snow Cats“ klingt sogar etwas nach den Smashing Pumpkins. Ein etwas unberechenbares Album, das von Song zu überraschen kann und außerdem noch rockt.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2017.
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Tuesday the 16th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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