CD-Rezension / Review / Kritik

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Cynical Existence Dying Light

Cynical Existence „Dying Light”

(Advoxya Records)
Offensichtlich hat Fredrik Croona mit seiner Band das internationale Label Alfa Matrix verlassen und ist zum ungleich kleineren Budapester Genrelabel Advoxya gewechselt. Ursprünglich als Soloprojekt neben den in Deutschland recht bekannten Menschdefekt (wo er interessanterweise als Sänger, nicht als Musiker fungierte) gegründet, wandelte sich Cynical Existence durch die neuen Mitstreiter Filip Lönnqvist und George Klontzas schon bald zur „echten“ Band. Diese präsentiert sich 2017 bisweilen durchaus melodiös, aber schon ziemlich brachial und aggressiv; besonders was die Vocals betrifft. Eine Mischung aus Combichrist und KMFDM quasi; irgendwie amerikanisch. Und es scheint, als ob die Gitarren besser in den Sound eingebunden sind als noch beim letzten Werk „We Are The Violence“, für das man noch recht frisch zusammengekommen war. Auffällig ist eine gewisse Metal- und Hardcore-Ästhetik, die sich nicht nur in den Artworks und im Bandlogo widerspiegelt, sondern auch im Sound. So ist anzunehmen, dass viele der alten Fans, schließlich waren Cynical Existence noch bis vor kurzem ein 120%iger Hellectro/Techno-Act, nicht wirklich glücklich werden mit vertrackt-emotionalen Songs wie „As I Break Down“ oder dem balladesken „We Will Burn“. Für den Außenstehenden allerdings ist es schön, zu sehen, dass sich eine Band tatsächlich weiterentwickelt über die Jahre.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2017.
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2017 Sonic Seducer Magazin

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