CD-Rezension / Review / Kritik

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Bush Black And White Rainbows CD Cover

Bush „Black And White Rainbows”

(Caroline/Universal Music)
Dass Bush-Frontmann Gavin Rossdale derzeit als Juror bei The Voice im Vereinten Königreich aktiv ist, mag dem Erfolg des neuesten Bush-Outputs drüben sicherlich zuträglich sein. Ob das Werk hierzulande große Sprünge machen wird, bleibt abzuwarten. Begonnen beim Opener „Mad Love” geht Rossdales Combo fünfzehn Songs lang lieber auf Nummer sicher, als einmal riskant und innovativ zu werden: mittelschneller Rock, mal mit mehr Gitarren, mal mit weniger. Das Gespür für Melodien haben die Briten nicht verloren, mehr als ein Refrain bleibt beim Hören hängen. Aber mit fast einer Stunde Spielzeit tritt ein Ermüdungsfaktor auf, den man mit etwas mehr Abwechslung hätte umgehen können, wenn man gewollt hätte. So bleibt man als Hörer mit Fragen wie „Ist das alles?” zurück. Eine Frage, die weitere, viel beunruhigendere Fragen in den Hintergrund drängen, zum Beispiel warum mit „Toma Mi Corazon” ein absolut grenzwertiges spEnglishes (spanisch-englisches) Lied auf dem Album sein musste. „Black And White Rainbows” ist möglicherweise einfach für das Publikum der Radio- und TV-Rotation gedacht. Insofern bin ich raus.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
Sunday the 20th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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