CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
Alazka Phoenix CD Cover

Alazka „Phoenix“

(Arising Empire/Nuclear Blast/Warner)
Als im März 2017 aus Burning Down Alaska Alazka wurde, gipfelten große Visionen und beständig harte Arbeit in einer fest verschweißten und zu allem entschlossenen Band. 2012 gegründet, legen die vollmelodischen Recklinghausener nun das Debütalbum vor. Geboten wird auf „Phoenix“ stimmig klingender und schlüssig strukturierter Melodic Hardcore, der mit einem gehörigen Schuss an allerlei atmosphärischen Raffinessen versetzt ist. Möglichst trendnahe Modernität und wütend demonstrierte Durchschlagskraft allein reichen dem Quintett nicht, Alazka setzen auch auf Harmonien und Eingängigkeit. Verschnaufpausen zum Schwelgen und Träumen kommen ebenso zu breitem Tragen wie die wunderbar wandelbare Stimme von Frontchamäleon Kassim. Voll durch die Klischeewand rumst auch das Gitarrenduo Marvin Bruckwilder und Dario Sanchez, denen der Faktor Zeitlosigkeit in ihrer versierten Kunst sehr am bebenden Herzen liegt. Selbst klassische Rockparts der alternativen Schule blitzen wie selbstverständlich im clever konzipierten Riffgewitter auf. Die zwölf Titel auf „Phoenix“ sind letztlich für eine Vielzahl an Gelegenheiten geeignet. Egal also, ob man wildes Toben oder romantisches Knutschen damit erleben möchte, mit Alazka läuft’s.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Wednesday the 24th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©