CD-Rezension / Review / Kritik

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DBFC Jenks cd cover

DBFC „Jenks”

(Different Recordings/PIAS)
Das Logo vorliegender Band erinnert an Wappen britischer Fußball-Clubs. Das ist kein Zufall, das will die Band so („DBFC is not a band, it’s a club”). Im Gegensatz zu den meisten ihrer Landsleute klingen die vier aus Paris trotz ihrer groovigen Uraltsynthies nicht sehr französisch, sondern tatsächlich besonders durch den mehrstimmigen Gesang sehr britisch. Ihre komplette Verweigerung, nämlich weder puristische Rock- noch Dance-Tracks zu produzieren, gelingt. So klingen die synthetischen Momente wie bessere Synthiepop-Songs und manchmal schlägt das Pendel dann eben wieder in Richtung eingängiger Indierock im Stile von Oasis & Co. aus („Sinner“). Nach drei Promo-Singles zeichnet sich beim Debütalbum der Herren Dombrance, David Shaw, Guillaume Rossel und Vincent Choquet also ab, dass sie den Weg der Vermischung dieser beiden Stile noch konsequenter beschreiten. Denn so puristisch wie auf der mit diversen Kraftwerk-Zitaten versehenen Synthie-Single „Autonomic“ aus dem letzten Jahr geht auf dem Album nicht mehr zur Sache. Auch, wenn es besagte Single natürlich trotzdem auf die Tracklist von „Jenks“ geschafft hat.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2017.
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Wednesday the 26th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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