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CD-Rezension / Review / Kritik

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Cellar Darling This Is The Sound CD Cover

Cellar Darling „This Is The Sound“

(Nuclear Blast/Warner)
Hin und wieder erscheinen Alben, die in jeglicher Hinsicht so vollkommen gelungen sind, dass es schmerzlich schwerfällt, zu entscheiden, was hervorzuheben wäre, um die gebührende Aufmerksamkeit zu erlangen. „This Is The Sound“, das Erstwerk der ehemaligen Eluveitie-Mitstreiter Anna Murphy (Gesang, Hurdy-Gurdy, Querflöte), Ivo Henzi (Gitarren) und Merlin Sutter (Schlagwerk), gehört in die Kategorie jener Erzeugnisse, deren Begeisterungspotenzial schier die Sprache zu verschlagen drohen. Fangen wir also mal bei dem Artwork an, dessen Suggestivkraft den betriebenen Aufwand bis ins kleinste Detail rechtfertigt. Eben weil es mit den musikalischen Inhalten kongruent korrespondiert. Diese steigen mit einer Quadriga aus exzellent gesetzten Ohrwürmern ein, bevor es bei „Six Days“ auch recht komplexe Strukturen zu vernehmen gibt, welche indes den Flow des Albums eher stützen als stören. Spätestens nachdem diese Auftakte verklungen sind, gibt es kein Entrinnen. Willkommen in der Welt von Cellar Darling! Wo sich Licht und Finsternis, Utopie und Dystopie, Tradition und Moderne bis zur Kenntlichkeit vermengen. Und wo anhand von „Rebels“ noch ein Track harrt, den man bereits nach dem ersten Vernehmen nie wieder wird vergessen können. Apropos: Die übliche Schubladenhuberei darf bei Cellar Darling getrost vergessen werden. Nennt es Dark Folk Metal mit Pop-Appeal und Prog-Anspruch. Ich nenne es große Liedkunst, die von Herzen kommt. Und genau dorthin trifft.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2017.
Sunday the 29th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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