CD-Rezension / Review / Kritik

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federico albanese the houseboat
Federico Albanese
„The Houseboat And The Moon“
(Denovali/Cargo)
Zeitgenössische Klaviermusik bleibt auch 2014 außerhalb der Klassik-Zirkel ein Thema, wie sich unter anderem an der Veröffentlichung von Federico Albaneses Debüt ablesen lässt. Im Gegensatz zu seinem Labelkollegen Carlos Cipa ist Albanese kein Purist und räumt in seinen Kompositionen – zumindest begrenzt – auch Streichern, Elektronik und Umgebungssounds Platz ein. Der Fokus liegt jedoch unzweifelhaft auf dem Spiel am Klavier. Albanese agiert zurückhaltend und behutsam; Taschenspielertricks und zur Schau gestelltes Virtuosentum bleiben gleichermaßen außen vor. Spür- und hörbar ist dafür der Einfluss, den seine langjährige Arbeit beim Film auf seine Musik ausübt. „The Houseboat And The Moon“ kreiert Stimmungen und erzählt vor allem Geschichten aus dem intimen Universum des Mannes an den 88 Tasten.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2014.


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