CD-Rezension / Review / Kritik

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Dawn Of Ashes Theophany

Dawn Of Ashes
„Theophany”
(Metropolis/Soulfood)
Dieses Album vermischt in explosiver und energiereicher Machart Elemente aus den Genres Black Metal („Tribe Of Chemosh”), Industrial/Electro-Rock („Equilibrium”) und Aggrotech („Still Born Defect”) mit hymnischen, dynamisch-kulminierenden Kompositionen („Fire Of The Phoenix“). Das Resultat dieser Fusion ist rund und überzeugend; die hier vorgestellte Mixtur kündet von Außergewöhnlichkeit: Mastermind Kristof Bathory entwirft im Zusammenspiel mit seinen Mitstreitern auf „Theophany“ überaus eigenständig wirkende Arrangements von Düsternis, Bombast und Bissigkeit. Das unentwegt auftauchende Wechselspiel zwischen Singen, Schreien und Grunzen birgt nicht jene Künstlichkeit, über die man seit Jahren schmunzeln mag. Nein, die einander abwechselnden Kaskaden wirken schlichtweg echt, passend und authentisch. In verblüffend souveräner Manier werden auf dieser Scheibe Industrial-Finsternis, atmosphärische Erhabenheit und rhythmische Verschrobenheit mit allenthalben auftauchenden organischen Metal-Elementen verbunden. Hinzu treten Texte über magische Rituale, ein mythisch wirkendes Artwork und eine Attitüde, die Erbarmungslosigkeit und Härte kultiviert. Die hoffnungslose Leidenschaft der Endzeit wird hier auf erfrischende Weise neu proklamiert.
Kym Gnuch

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.


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