CD-Rezension / Review / Kritik

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the arch fates

The Arch
„Fates“
(darkTunes/Soulfood)
Lange Zeit waren The Arch eher eine Darkwave-Legende aus den 80ern und frühen 90ern als eine präsente Band. Allein durch ihre Szenehits „Babsi ist tot“ und „Ribdancer“ blieben sie im Bewusstsein. Aber seit ihrem Comeback sind sie präsenter als je zuvor. Auf „Fates“ mischt das belgische Quintett wieder treibende EBM-Beats mit Darkwave-Synths und postpunkigen Gitarren - und über allem schwebt die düstere, ein bisschen bedrohliche Stimme des Sängers CUVG. Tatsächlich hat „Fates“ gleich mehrere potenzielle Hits, allen voran der Titeltrack, bei dem noch Background-Sängerin Chiffon’s Tale und Gitarrist Ivan DC den Chor vervollständigen. Das hat oft etwas Düsterromantisch-Hymnisches, wie beim Track „Eyes Wide Open“, der fast schon Gassenhauer-Qualität hat. Und während man sich noch fragt, woran der Sound streckenweise erinnert, erhält man mit dem Track „Monsters & I“ unverhofft Antwort, denn dabei mischt Ronny Moorings von Clan Oft Xymox mit - Verwandtschaft ist kein Zufall. Weitere potenzielle Hits sind „Gasoline Lady“ und „Spear Of Destiny“. Und: The Arch versuchen sich an der deutschen Sprache. „Immerzu“ heißt der eher langsame, poetische Track, bei dem eine weibliche Stimme Liebeskummer-Lyrik rezitiert, während CUVG zwar mit Akzent, aber sehr eindringlich einen Kontrapunkt setzt. Ein ausgereiftes Stück zeitgemäßen Darkwaves.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.

Friday the 18th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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