CD-Rezension / Review / Kritik

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air twentyears

Air
„Twentyears“
(Parlophone/Warner)
Träume sind Schäume. Luftig, wattig und zuckersüß. In der Regel darf man ab einem gewissen Alter nicht mehr träumen. Realitätssinn wird erwartet. Nicht so bei Air, die mit ihren Träumen Geld verdienen. Fern vom Hier und Jetzt waren die beiden Franzosen auf Mondsafari, spielten Symphonien in Hosentaschen und träumten sich in Musikwelten fern von starren Songstrukturen. In den letzten 20 Jahren haben sie ihren schwerelosen Sound perfektioniert, ließen hoffnungsvolle Klänge auf nachdenkliche Melancholie prallen und betrachteten die Welt immer von hoch oben aus den Wolken herab. „Twentyears“ fasst die Träumereien von Nicolas Godin und Jean-Benoît Dunckel zusammen, mit allen den Höhepunkten aus den letzten zwei Jahrzehnten wie „Sexy Boy“, „Kelly Watch The Stars“ und „Once Upon A Time“. Dabei zeigt die Best Of, dass Airs Musik erstaunlich zeitlos ist. Die ältesten Songs haben bis heute keinerlei Staub angesetzt, sondern fügen sich nahtlos zwischen den jüngeren Tracks ein. Auf einer zweiten CD servieren die Franzosen Raritäten, wie unveröffentlichte Songs aus Soundtracks oder Lieder, die nur auf Vinyl und Special Editions veröffentlicht wurden. Eine schöne Sammlung, sowohl für Neueinsteiger auf Wolke sieben als auch für Dauerbewohner entlegener Sphären. Mögen Air noch lange träumen!
Torsten Schäfer

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.

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