CD-Rezension / Review / Kritik

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bloodred nemesis

Bloodred
„Nemesis“
(Eigenpressung)
Dass man es hierbei mit einem Einmann-Projekt der besonderen und herausragenden Klasse zu tun hat, verdeutlicht vorab schon der betriebene Studioaufwand. So hat Bandkopf Ron Merz abermalig mit dem erfahrenen Alexander Krull, bekannt von Atrocity und Leaves’ Eyes, in dessen Mastersound Studio zusammengearbeitet. Für das Debütalbum „Nemesis“ nahmen sie dort acht sehr stabile Songbrecher auf, die im oftmals prasselnd rasenden Blackened Death Metal-Stil daherkommen. Brachiale Anleihen bei Amon Amarth bringen wiederholt einen schön individuell umgesetzten und düsteren sowie rhythmisch kernigen Viking Metal-Touch ein. Da Thorsten Bauer, Bandkollege von Krull, die Regie bei den Aufnahmen der Gitarren führte, knallt der Saitenoutput mächtig rein. Für das vortrefflich gezockte Drumming konnte erneut Joris Nijenhuis gewonnen werden, ebenfalls von Atrocity und Leaves’ Eyes. Insgesamt gelang Bloodred eine ebenso wild wütende wie spielkulturell anspruchsvolle Mixtur, in welcher sich der martialisch-rabiate Gesang von Meister Merz mit seiner Rezeptur aus Growls und Screams immer wieder hämisch aufbäumt.
Marc Eisenhauer

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.
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