CD-Rezension / Review / Kritik

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candie hank-demons

Candie Hank
„Demons“
(Shitkatapult/Alive)
Der Hans-Dampf-in-allen-Berliner-Gassen hört weiterhin auf den Namen Patric Catani (bürgerlich: Patric Cremer), umgibt sich aber gerne mit Aliasen wie Ricardo Prosetti, Flex Busterman, Test Tube Kid, Eradicator oder Candie Hank. Die Zeiten, in denen Catani am Commodore Amiga Baller-Tracks für Alec Empires Digital Hardcore Label produzierte, liegen länger zurück und Catani hat sich zum Produzenten gleichermaßen kluger wie humorvoller Nummern entwickelt. Auf „Demons“ fusioniert er, was normalerweise im Plattenregal nicht nah beieinander steht: Surf, Polka, Big Beats, Ragga, gefakte tschechische Kinderfilm-Scores, Choräle, 8 Bit Zwitschern und Arabeskes. Die Klammer, die das alles zusammenhält, erschließt sich nicht unbedingt beim ersten Zuhören – aber je öfter die Dämonen im Wiedergabegerät rotieren, desto klarer wird: es ist der Irrsinn, den Catani immer fest im Blick und vor allem im Griff hat.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2014.


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