CD-Rezension / Review / Kritik

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boozoo bajou-4

Boozoo Bajou
„4“
(Apollo/Alive)
Hochglanz-Ambient fürs Hier und Jetzt. Der Minimal-Dub von Basic Channel hat bei Boozoo Bajou genauso seine Spuren hinterlassen wie die Vorarbeit eines Brian Enos oder John Hasells „Fourth World“-Konzept über die Balance zwischen uralter Weisheit und neusten Technologien. Versatzstücke aus dem Cooljazz tauchen „4“ in dunkle Farben, Tremolo-Gitarren erzeugen Spannung. Peter Heider und Florian Seyberth haben mit einem imposanten Pool von Gastmusikern (u. a. Markus Stockhausen am Flügelhorn und Ricardo Villalobos am Synth) eine Hochglanzwelt erschaffen, in der es hinter jedem Stein eine neue Idee zu entdecken gibt. Nur eins wird man hier nicht finden: das Quäntchen Dreck oder die kleinen Unregelmäßigkeiten, die einer künstlichen Welt den Hauch von Realität verleihen.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2014.


Sunday the 20th.
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