CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken

cynical existence erase evolve and rebuild

Cynical Existence
„Erase, Evolve And Rebuild”
(Alfa Matrix/Soulfood)
Wer Hocico mag, wird auch an Cynical Existence Gefallen finden. Gekonnt vermischen sie harte Gitarrenriffs mit clubbigen Sounds und Oldschool-Attitüde. So präsentieren sie auf „Erase, Evolve And Rebuild“ 14 Titel, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem zueinander passen wie die Faust aufs Auge. Hass, Wut und Groll sind die Emotionen, die das Trio vorzugsweise umsetzt, beispielsweise in „My Decadence, Your Sins“ oder „Imperfect“. In „No Compromise“ rechnen sie mit all denen ab, die nie an die Musik von Cynical Existence geglaubt haben, und unterstreichen, dass sie diese in erster Linie für sich selbst produzieren. Doch auch das gewisse Augenzwinkern ist in manchen Songs nicht von der Hand zu weisen („Our Bright Future“, „An Eternity Stuck On Repeat“). „Transformation (A Search For Change)“ verbildlicht dann noch einmal musikalisch, dass es auf „Erase, Evolve And Rebuild“ hauptsächlich um Transformation geht. Die stetige Metamorphose zu einem neuen Sein, die die Menschen vorantreiben soll. Mit einem unerwartet lieblichen Outro, welches passenderweise „At The End“ heißt, entlassen Cynical Existence ihre Hörer in die Realität, die sie mehr als düster und unbarmherzig skizzieren.
Maria Madaffari

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

Tuesday the 17th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©