CD-Rezension / Review / Kritik

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Wolfheart Tyhjyys CD Cover

Wolfheart „Tyhjyys“

(Spinefarm/Universal)
Gitarrist und Sänger Tuomas Saukkonen hat in letzter Zeit nicht nur seinen Oberkörper stattlich auftrainiert, sondern in den Pausen zwischen sportlicher Ertüchtigung und seinen Tattoo/Piercing-Sessions auch verdammt fette Songs komponiert. Das beweist der finnische Mainman mit diesem dritten Album, welches den Zungenbrechertitel „Tyhjyys“ erhielt. Dem beginnenden Instrumental „Shores Of The Lake Simpele“ schließen sich sieben unter die Haut gehende Tracks an, wie sie nur von Wolfheart stammen können. Kontrolliert bullig geriffter, sauber boxend getakteter, erfreulich schlüssig konzipierter Nordic Melodic Death Metal, der auch auf orchestralem Level imposant erschallt. Derlei majestätische Kälte wurde wohl selten erlauchter, düsterromantischer, triumphaler und letztlich betörender vertont. Dass Saukkonen seine herausragende Kunst noch immer als Winter Metal tituliert, trifft es einfach bestens. Im vierten Stück, dem getragenen Midtempo-Volltreffer „The Flood“, offenbart sich repräsentativ die ganze Bandbreite der elitären Frosttruppe, was auch schwelgerische Intermezzi mit behutsamen Akustikgitarren und sphärischen Synths mit sich bringt. Und soliert wird darin so meisterlich formvollendet, dass es auch melodisch ergötzlich betroffen macht.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
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Monday the 23rd.
2016 Sonic Seducer Magazin

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