CD-Rezension / Review / Kritik

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gerard way hesitant alien

Gerard Way
„Hesitant Alien”
(Reprise Records/Warner)
Gerard Way, Sänger und Gründer der Alternative Rock-Band My Chemical Romance, ist aus dem Schatten erklommen, nachdem sich die Band 2013 auflöste. Nun bereichert er seine Hörer solo mit einem wirklich unterhaltenden Debütalbum. Die Platte wurde produziert von Doug McKean, der bereits für My Chemical Romance am Mischpult saß. Doch solo schlägt Way eine andere Richtung ein, die sich am Britpop orientiert und zudem einige Shoegaze-Einflüsse zeigt. Der Gesang von Way lässt zwar ein kleinwenig den My Chemical Romance-Charme alter Tage miteinfließen, aber insgesamt ist es natürlich eine ganz andere Nummer. Die passt aber zum charismatischen Musiker, der das Debüt mit elf sehr eingängigen Tracks gut gefüllt hat. Bei allen Songs stehen neben der prägnaten Stimme vor allem die herrlich verzerrten Gitarren im Rampenlicht, die der ganzen Platte einen besonderen Style verleihen. Es gibt durchweg melodische Songs, die vor allem eine gute Balance finden zwischen seichter Radiotauglichkeit und Ruppig-Rotzig („Zero, Zero“ oder „Juarez“). Weitere gute Tracks, die das Album passend präsentieren, sind „Action Cat“ und „Millions“. Man kann sich am Ende kurzfassen, denn es ist ein sehr gelungenes Debüt, in das man schnell hineinfindet aufgrund der eingängigen Rock-Songs. Ergo, weiter machen, Mr. Way!
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.


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