CD-Rezension / Review / Kritik

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totem obscura vs. acylum forgotten time

Totem Obscura vs. Acylum
„Forgotten Time“
(Alfa Matrix/Soulfood)
In den frühen 90er-Jahren gab es in der deutschen Gothicszene eine Phase, in der der Ruhm der klassischen Szenebands wie Bauhaus oder The Cure langsam verblasste. Die damalige Szene begeisterte sich nicht mehr ausschließlich für den Gitarrensound jener Bands, sondern entdeckte einen vollsynthetischen extrem düsteren Sound aus dem eigenen Land von Bands wie Splatter Squall, Calva Y Nada, Trial oder yelworC. Warum ich das erzähle? Weil ein Paar aus Chemnitz im Jahr 2013 tatsächlich einen Sound produziert, der genau den Geist von damals atmet. Man kann dazu tanzen; am besten in nebelverrauchten Gewölben bei ganz wenig Licht. Wie gesagt, man kann zu einigen der Tracks tanzen, aber das ist keinesfalls der zentrale Zweck dieser Musik. Übrigens auch als limitiertes Boxset mit Bonus-CD erhältlich. Jene Bonus-CD mit Remixen von Cynical Existence & Co. transportiert den Hörer allerdings bisweilen schmerzhaft von der „Forgotten Time“ wieder zurück ins Hier und Jetzt.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer 12/2013.


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