CD-Rezension / Review / Kritik

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das scheit a darker kind of black

Das Scheit
„A Darker Kind Of Black“
(Eternal Sound/Membran)
Schwärzer als Schwarz. Härter als hart. Auf dem neuen Album, ihrem fünften, bleiben die Rüdesheimer von Das Scheit zwar ihrem Stilmix aus Gothic Rock, Metal und Industrial treu, verfeinern ihn aber mit knalligeren Beats und Gitarrensoli. Schon beim ersten Song wird ordentlich Gas gegeben und die Gehörgänge werden durchgepustet. „Sick“ ist aggressiv, eingängig und geht sofort in die Beine. Ein grandioser Opener, der deutlich macht, wo’s langgeht. Bei „Down In The Depth“ wird das Tempo etwas heruntergefahren. Die betörende Melodie des Stückes und dessen düster-schöne ruhige Atmosphäre werden untermalt von gruftdunklem, rauem Gesang, der aus tiefster Kehle zu kommen scheint. Ein verführerischer Gegensatz, der „Down In The Depth“ zu einem der Glanzlichter des Albums macht. „Soulmate“ ist ebenso wie „Velvet Tears“ sehr gitarrenlastig, beide bestechen durch ausufernde, mitreißende Soli, wobei letzterer dank seiner nicht aus dem Gedächtnis zu bannenden Melodie sofort zum zeitlosen Dark-Rock-Hit wird. Dass die Band Rihanna covert, ist sicher Geschmacksache: „S & M“ ist der Partysong des Albums. So richtig schön wird es dann noch einmal am Ende, als Das Scheit mit unfassbarer Experimentierfreude sich selbst covert und „Hollow“ vom Vorgängeralbum in eine jazzige Lounge-Nummer verwandelt. Die Industrial Dark-Rocker sind in Bestform zurück!
Karin Hoog

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2016.

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Wednesday the 29th.
2016 Sonic Seducer Magazin

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