CD-Rezension / Review / Kritik

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then comes silence then comes silence II

Then Comes Silence
„Then Comes Silence II“
(Novoton/Border Music/Broken Silence )
Im ersten Moment denkt man: Hey, so wurde Goth-Rock rund um die Jahrtausendwende gemacht, mit treibenden Keyboards, zeitweiligen, leichten Metal-Anklängen und einem zusätzlichen Schuss Shoegaze drin. Im zweiten Moment denkt man: Hey, das ist gar nicht schlecht, denn die Songs der schwedischen Goth-Rocker Then Comes Silence besitzen Energie und Düsternis zugleich. Sie scheuen sich nicht vor tanzbaren Strecken wie in „Ghost Child“ oder vor ganz klaren Anleihen bei Genrepaten wie den Sisters, etwa in „She Lies In Wait“. Das Quartett wird geführt von Sänger und Bassist Alex Svensson, der sonst bei den Shoegazern Sad Day For Puppets spielt. Deren Sängerin Anna Eklund hat er deshalb gleich als zusätzliche Stimme ausgeliehen, die jedoch nur sporadisch eingesetzt wird. Selbst leichte Western-Anklänge in den Gitarrenparts lassen sich erkennen, so dass auch Fans etwa von Fields Of The Nephilim hier ein Wiedererkennungseffekt erwartet. Trotz all dieser Vorbilder weist „Then Comes Silence II“ hohe Eigenständigkeit auf. Die Melodien erkennt man leicht wieder, ohne dass sie allzu einschmeichlerisch sind. Ein sauberes Stück Düsterrock.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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