CD-Rezension / Review / Kritik

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sepultura the mediator between head and hands must be the heart

Sepultura
„The Mediator Between Head And Hands Must Be The Heart“
(Nuclear Blast/Warner)
Sepultura und Ross Robinson – die Zusammenarbeit zwischen der brasilianischen Metal-Institution und dem Top-Produzenten brachte der Musikwelt im Jahre 1996 das Album „Roots”. Fast zwei Jahrzehnte später treffen sich die Protagonisten wieder, dieses Mal mit dem Vorsatz, „Roots“ in punkto Sound und Härte vergessen zu machen. Um es kurz zu machen: es klappt nicht, aber „The Mediator...“ ist durchweg ein ganz anderes Album als „Roots“. Statt der erdigen, simplen Härte von damals baut „The Mediator...“ ein mehrschichtiges Geflecht aus kalter und bedrückender Härte auf - eine Art Anti-Apathie – um dem Hörer bei nächster Gelegenheit unerwartet mit leichenkalter Hand durch die Rippen hindurch ins Rückgrat zu greifen und kräftig zu rütteln. „The Mediator Between Head And Hands Must Be The Heart“ ist kein Album zum Wohlfühlen: auch wenn der Rhythmus und Riffs jedem Metaller passen sollten, stellt sich der joviale Headbang-Effekt von früher nie ein. Ein Album also, das Angst machen kann.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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