CD-Rezension / Review / Kritik

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rain diary the lights are violent here

Rain Diary
„The Lights Are Violent Here“
(G-Records/Rough Trade)
Nur nichts überstürzen! Für dieses Debütalbum ließen sich die Finnen ein paar Jahre Zeit, um ihren Sound mit viel Bedacht perfektionieren zu können. Herausgekommen ist ein vielfältiger Longplayer, der durch Shoegaze-Elemente, Dark-Wave-Klänge und vor allem einen Hang zu dunklen und entspannten Pop-Songs überzeugt. Angeführt von der unaufdringlichen Stimme des Frontmanns Tommi (Ex-Soulrelic) verströmt ein großer Teil der Titel eine Atmosphäre der Gelassenheit, die von viel Reife zeugt. Nur hin und wieder blitzen schnellere und kraftvollere Songs wie „Mirror Of Your Grace“ oder „Shame“ durch, die dafür sorgen, dass die Dynamik nicht ganz zu kurz kommt. Den Gegenpol hierzu bildet beispielsweise das filmische „Out“, das anregt, die Gedanken frei schweifen zu lassen. Insgesamt hinterlässt das Album einen ruhigen und melancholischen Eindruck, der schon fast etwas zu viel Trägheit in sich birgt. Etwas mehr Mut zur Bewegung täte gut.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

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