CD-Rezension / Review / Kritik

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the pussybats pussy pussy bang bang

The Pussybats
„PussyPussyBangBang”
(Gunn Records/Bellaphon)
Auch wenn ihr Vorgängeralbum „Famous Last Songs“ hieß und wegen des Titels Raum für Spekulationen bot, war es danach noch lange nicht vorbei für The Pussybats. Die vier aus Stuttgart ließen sich zwar Zeit für ihr neues Album, aber sie beweisen auch auf „PussyPussyBangBang“, dass Rock’n’Roll und Goth doch ganz gut zusammen passen. Standen früher noch mehr oder weniger eindeutig The 69 Eyes und HIM Pate, so ist das neue Werk erfrischend anders und vielfältiger ausgefallen. Für aktuelle musikalische Entwicklungen interessieren sich The Pussybats allerdings nach wie vor kein Stück. Muss aber auch nicht sein, wenn ein Album so eingängig ist wie „PussyPussyBangBang“. Schon der Opener „Red Nose On“ ist ein Knaller. Vielleicht nicht unbedingt ein düsterer Knaller, sondern eher ein Glamrock-Knaller, aber eben ein Knaller. Ein mitreißender Hit, der geballte Lebensfreude ausstrahlt und für Partystimmung sorgt. The Pussybats sind punkiger („4A Revolution“, „Any Other Day In Hell“) geworden, streckenweise hardrockig, wenn auch mit seltsamen Soundeffekten („Sidney Fears“) und präsentieren sich als die zappeligen, quirligen Nachfahren von Backyard Babies und Alice Cooper. Ville Valo scheint nur noch in „Full Moon“ durch, dem Song, der etwas melancholischer geraten ist als der Rest. Leandra Ophelia Dax, die durch Apoptygma Berzerk bekannt wurde, singt übrigens auf dem Album mit und spielt Klavier.
Karin Hoog

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

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