CD-Rezension / Review / Kritik

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rapoon cultural forgeries

Rapoon
„Cultural Forgeries“
(Alrealon Musique)
Während die halbe Rock-Welt vom kleinsten Garagen-Act bis zum Stadionrocker die Hörerschaft in schöner Regelmäßigkeit mit Unplugged-Veröffentlichungen beglückt, sind derartige Ausflüge in das Land ohne Strom unter Elektronikern aller Couleur eher ungewöhnlich. Eine der seltenen Ausnahmen stammt vom ex-Zoviet France Mitglied Robin Storey und hört auf den Titel „Cultural Forgeries“. Zum Einsatz kommen Saiteninstrumente und Perkussion aus aller Welt, die Storey live eingespielt hat und nachträglich – Puristen mögen ihn gnädig sein – um etwas Hall und Delay ergänzt hat. Auf den ersten Blick hat „Cultural Forgeries“ wenig mit dem halluzinogenen Flow der meisten Rapoon-Werke zu tun. Erst nach und nach erschließen sich die Gemeinsamkeiten abseits der eigentlichen Klangästhetik. Auch wenn Storey durch die nachträgliche Bearbeitung an seinem eigenen Anspruch eines Unplugged-Albums scheiterte, belohnte er sich selber damit, aus seinem gewohnten Workflow ausbrechen zu können.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.



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