CD-Rezension / Review / Kritik

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neopra destined ways

Neopera

„Destined Ways“
(Hammerstudios/earMusic/Edel)
Hartes, aber episch klingendes Geknüppel trifft auf zarten Gesang. Dies könnte den Hörer zu der Annahme verleiten, dass Neoperas Debüt ein typischer Vertreter des Symphonic Metal ist. In diese Schublade will die 2010 von Dark-Age-Leadgitarrist Jörn Schubert gegründete Band jedoch zu Recht nicht gesteckt werden, denn das Album präsentiert sich überaus vielseitig. Es bricht mit dem für das Genre gängigen Beauty-and-the-Beast-Prinzip und stellt dem Shouter Mirko Gluschke gleich zwei sanftere Stimmen zur Seite: Sopranistin Nina Jiers sowie Bariton Thorsten Schuck. So entsteht eine Variation, die das Album auch nach mehrfachem Hören nicht langweilig werden lässt. Sehr träumerisch wirkt „Falling Water“, das der gefühlvollen Stimme von Nina sehr viel Raum gibt. Ausgesprochen vielschichtig ist „Equilibria“, in dem die drei Stimmlagen eine harmonische und doch anregende Mischung ergeben. Das „Requiem“ des facettenreichen Albums gewinnt durch die begleitenden Chöre an Schwung. Fazit: Freunde der Fusion des sanften Gesangs mit harten Stimmen werden von „Destined Ways“ nicht genug bekommen können. Absolut empfehlenswert!
Mirja Dahlmann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.

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