CD-Rezension / Review / Kritik

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motionless in white reincarnate

Motionless In White
„Reincarnate”
(Fearless Records/Rough Trade)
„Hut ab, das geht ja gut ab!” möchte man mit einen alten HipHop-Reim sagen: Motionless In White haben mit „Reincarnate” einen Schritt weg vom MetalCore und einen hin zum Elektro-Metal gemacht. Überall zirpt und blubbert und stampft es, dass das Zuhören eine wahre Freude ist. Frontmann Chris Motionless am Mikro seufzt und klagt und brüllt und säuselt wie eine böse Version von Marilyn Manson in dessen besten Tagen. Mit Tim Skold aus dem Line-up von KMFDM und ebendiesem Manson drückt dann auch einer der Paten des Elektrorock dem Album sein Zertifizierungssiegel auf, von den Gastauftritten von Dani Filth und Maria Brink ganz zu schweigen. Kurzum: Motionless In White laden sich illustre Gesellschaft und rechtfertigen das mit durchweg guten Songs. Dreizehn sind auf „Reincarnate” und zeugen insbesondere vom Gespür der Band für gute Refrains und Hooklines. Dass aber auch im Reich der tiefer gestimmten Gitarren die Kombinationsmöglichkeiten von Akkorden begrenzt sind, zeigt der Refrain des Titeltracks, der sich - bewusst oder unbewusst - an „I Will Not Bow” von Breaking Benjamin anzulehnen scheint. Aber das Album bleibt stark, bietet genug Material für die Clubtanzflächen und hat mit Titeln wie „Everybody Sells Cocaine” und „Dead As Fuck” auch einiges an Badass-Attitude zu bieten.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.



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