CD-Rezension / Review / Kritik

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morning parade pure adulterated joy

Morning Parade
„Pure Adulterated Joy“
(So Recordings/Kobalt Label Services/Rough Trade)
Die fünf Engländer von Morning Parade haben sich für das aktuelle Album ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten abgesetzt und Produzent Ben H. Allen ins Boot geholt. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist feiner Indie-Rock, der wunderbar in der Nachbarschaft von White Lies, Interpol, Editors und Big Skies mit Aussicht auf Coldplay angesiedelt werden kann. Sänger Steve Sparrow schrieb seine Texte kompakt und direkt über den von ihm beobachteten Mangel an zwischenmenschlicher Kommunikation. Trotz des vielschichtigen Themas sind die Lyrics gut mitsingbar geworden. Grundsätzlich harmonieren bei „Pure Adulterated Joy“ schwere Riffs mit starken Melodien wie damals bei dem Erstlingswerk von Placebo, allerdings mit dem Vorteil eines wohl-produzierten Gesamtklangs. Mit ihrem zweiten Album schaffen Morning Parade, den Bogen von rauer, kreativer Energie zu den Indie-Diskos dieser Welt und College-Radiostationen zu schlagen. Spannend können kommende Konzerte werden, da alle zehn Songs das Potential zu etwas raueren und somit rockenden Liveversionen haben.
Sandra M. Heinzelmann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

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