CD-Rezension / Review / Kritik

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the law-rah collective  cinema perdü invocation
The [Law-Rah] Collective & Cinema Perdu
„Invocation“
(Raubbau/Ant-Zen)
Das Kollektiv um Bauke van der Wal verbündet sich auf „Invocation“ mit Cinema Perdu, dem Projekt von Baukes langjährigem Freund und Mitstreiter Martijn Pieck. „Invocation“ ist gleichermaßen Split- wie Coop-Album. Je zwei Tracks stammen von den beiden Akteuren als Solisten, ein weiterer entstand gemeinsam. Trotz dieser Brüche wirkt das Album wie aus einem Guss, nicht zuletzt weil sich beide Projekte mit der gleichen Ausgangsthematik beschäftigt haben: der Lücke, die am Ende einer beendeten Freundschaft entsteht. Der Verlust und die damit einher gehenden Gefühle werden als reduzierte Soundscapes gespiegelt. Hier ist kein Platz für Pathos, aber für eine Emotionalität, die sich im Bereich von Dark Ambient und Drones viel zu selten findet. Ein Grund dafür mag sein, dass hier kein abseitiges Thema aus dem Bereich der Fantasy oder Science Fiction behandelt wird, sondern Situationen akustisch durchlebt und durchlitten werden, die fast allen Menschen real geläufig sein dürften.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2016.

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